10 Tage Irland 2008, mit Hausboot auf dem Shannon
Im Mai 2008 verbrachten 4 Jungs 10 traumhafte Tage auf dem Shannon. Als Unterkunft diente ein geräumiges Hausboot von Waveline Cruisiers. Die Reise führte vom Lough Ree zuerst südlich nach Athlone und danach nordwärts über Carrick on Shannon bis in die beiden Shannon Seen Lough Key und Lough Allen. Nach dem Motto von Catch and Release wurden gute 44 Hechte gestellt, dazu eine wunderschöne BrownTrout mit 52cm, sowie Brachsmen und diverse Barsche.
Die Reise begann am Samstagmorgen mit einem Ryan Air Flug ab Basel in Richtung Dublin. Der anschliessende Transfer mit Reisebus nach Glasson am Lough Ree (Nähe Athlone) war perfekt getimet und äusserst angenehm (ein paar Minuten Schlaf taten gut). Nach einer äusserst umfangreichen Einführung und einer ersten Probefahrt wurde gegen 16 Uhr abgelegt mit dem Tagesziel Athlone. Diese erste Fahrt diente dem kennen lernen des Flusses (grob gesagt, mal sehen wie gross der Fluss überhaupt ist) sowie den Steuerkniffen des Bootes. Kapitän Blaubär Hubi war schon Minuten nach der Ausfahrt der stolzeste Kapitän weit und breit. Aufs Fischen wurde noch verzichtet, zu neugierig war man auf die Landschaft und die ersten Meter auf dem Hausboot. Nach einer 40 min. Fahrt und einem perfekten Anlegemanöver im grossen Hafen von Athlone war das Nachtlager gefunden. Kurze Zeit drauf machte sich die Mannschaft auf den Fussmarsch zu Nachtessen und einem Feierabend Bier im ältesten Pub Irlands. Gegen 23 Uhr wurde Nachtlager bezogen und die erste Nacht auf Boot abgehalten.
Am folgenden Sonntag war die Mannschaft schon kurz nach 6 Uhr auf Deck und machte sich daran, die Angelruten zusammen zu bauen und erstmals zu wassern, und zwar direkt im Hafen. Die Aussicht auf Eglis war gross, zumal Fischer-Chef Thomas sagte: “Jungs, wir brauchen viele kleine Eglis, welche dann später als Köderfische für die grossen Hechte dienen.” Die Wurm-Hegenen (für Laien: statt ein Hacken mit Wurm hat es gleich deren 5 Hacken mit Wurm, mit einem schweren Stück Blei, damit man vom Grund auf fischen kann) wurden gewassert. Innerhalb einer Stunde konnten gute 5 Egli und ein Brachsmen (der stinkt gewaltig) gefangen werden. Die zu kleinen und die zu grossen Egli, sowie der Stinker wurden wieder freigelassen. Die restlichen Fänge dienten als Köderfische.
Dann ging es los mit dem Hausboot auf den Lough Ree. Mit dem kleinen Beiboot wurde eine Inselgruppe abgeschleppt. Bum !! ein zünftiger Biss und schon lag der erste Hecht (66cm) im Boot. Die Freude bei der Crew über den ersten Hecht war natürlich gewaltig! Ein paar Fotos und der Esox schwamm wieder davon. Damit war nun die Fischerei vollends entbrannt und die nächsten Tage waren dem Nachstellen der Hechte geweiht.
Ein weiteres Highlight war eine 52er Brown Trout (Irische Forelle) Ein Prachtstier, dass dem Hechtwobbler nicht widerstehen konnte, aber auch sie wurde wieder den Fluten zurückgegeben.
Total wurden 44 Hechte, 1 Brown Trout und zig Barsche erlegt. Die Hechte massen zwischen 82 cm und 34 cm. Die grössten waren 82 cm, 78 cm, 76 cm, 74 cm und 66 cm lang, die meisten aber zwischen 42 und 52 cm. Sämtliche Hechte wurden wieder in die Freiheit entlassen. Nur die Barsche, sofern genügend gross, dienten als Fisch-Burger.
Das Leben an Board war stets interessant und aufregend. Das Frühstück läutete die Fischerei täglich von neuem ein. Gegen Ende der Ferien hatte die Crew auch die entsprechenden Tricks raus, wie man vom grossen Hausboot aus erfolgreich die Schleppfischerei auf die Shannon-Hechte ausübt. (Zu Beginn der Woche waren die Hechtfänge nur per Beiboot erzielt worden). Diese Form war für die Jungs die gemütlichste. Vier Ruten waren ausgelegt und die Jungs hatten Zeit, das Wetter, die Landschaft und das Bier zu geniessen. Die mitgebrachten Rutenhalter machten einen ausgezeichneten Job, sodass die Hände stets frei waren und ein Biss doch recht eindeutig angezeigt wurde. Die Verpflegung sah während des Tages wie folgt aus. Ausgiebiges Frühstück gefolgt von diversen Snacks (Hot Dogs, Hamburger, Fisch-Burger, kalten Plättli, etc). Die Abende wurden entweder mit einen Boot-Abendessen oder aber einem Pubbesuch verbracht.
Das Boot konnte im Eiltempo nach 10 Tagen ohne Schaden abgegeben werden. Nochmals ein grosser Dank an den Kapitän für sein unfallfreies Fahren.
Den letzten Abend verbrachte die Crew in Dublin, wo man nochmals ausgiebig die irischen Pubs inklusiver Livemusik erlebte. Der Rückflug am frühen Morgen mit Ryanair klappte vorzüglich und die Jungs waren wieder back to Switzerland.
Bilder findet ihr in unserer Galerie.