Ein Weekend für die Geschichte
Der Vereinswettkampf 2009 geht in Geschichte der Würmlitaucher ein. Alles bis dahin geltende wurde pulverisiert. Angefangen beim prächtigen Sommerwetter, über die Anzahl gefangener Fische bis hin zur prächtigen Siegerforelle. Ein rundum geglückter Anlass, der Lust auf mehr macht.
Die zweitägige Vereinsmeisterschaft 2009 fand wie bereits im Vorjahr auf Melchsee-Frutt statt. Dem Wettkampf stellten sich der Gesamtverein, also sämtliche Mitglieder sowie der diesjährige VIP-Gast Hubi in seinem wunderschön-grünen Tenü. Mit 2 Autos gings am Samstag in Herrgottsfrühe los. Nach dem obligaten Halt im Volg Obfelden und den beiden Bananenschachteln gings weiter Richtung Melchtal. Je mehr man sich dem Ziel näherte umso typischer wurde das Würmlitaucherevent-Wetter, sprich der Regen nahm zu und der Nebel wurde dichter. Nach dem Kreuzen zweier Viehherden auf der Hochfahrt auf die Frutt und der Ankunft im Hotel Gemsy wurde erstmal ein Kaffee fällig. Nach der Stärkung, dem Lösen der Zweitagespatente und dem Zimmerbezug gings an den bekannten Platz am See. Schnell wurden die Kampfgeräte mit den unzähligen Tardyködern beladen und der See unter Beschuss genommen. Immer wieder wurde der See mit Buldos beschossen, aber der See blieb cool (und neblig) und gab keinen Fisch Preis. Das Wetter war nun so, dass es nicht regnete, der Nebel jedoch verhinderte eine gute Sicht. Dass der Verein auch eine äusserst soziale Ader hat, zeigte sich gegen 11 Uhr, als zwei namentlich bekannte Mitglieder sich zurücknahmen und die Kameradschaft in den Vordergrund stellten, so gaben sie dem ranghöchsten Fischer (Präsident) punktgenaue Anweisung zum Haken eines schöngestreiften Barsches. Zu erwähnen gilt, dass der kleine Barsch inzwischen wieder am Schwimmen ist, die Marke stand also nun bei ca 17cm.
Der Nebel wollte nicht weichen und obwohl ein Znüni mit Brot, Fleisch und Käse verzehrt wurde, machte sich der Grossteil der Truppe nach 12 H Richtung Hotel auf zum Mittagessen. War es die warme Suppe oder doch die Wärme des Restaurants, welche dafür sorgte, dass man sich am Mittagstisch schnell einig war, nicht sogleich weiter zu fischen, sondern mal die Zimmerbetten auszuprobieren? Egal. Die Gruppe jedenfalls nahm die Zimmerstund in Anspruch währenddessen noch 2 Mitglieder den See weiterhin mit Buldos bewarf, obwohl Petrus nun bereits auf Nieselregen gewechselt hatte. Der Schreiberling dieses Rückblicks hatte noch telefonischen Kontakt mit den Seehockern, aber nach einem Blick aus dem Fenster entschloss der sich, sich doch mehr dem TV zuzuwenden. Er war schon beinahe eingedöst, der TV lief noch, als der Präsident ins Zimmer stürmte und was von 3 Forellen und Platzalarm schreite. Tja der Schreiberling begab sich auf den Gang um erstmal Klarheit zu erhalten, was eigentlich los sei, da sah er nur noch einen Kameraden die Mütze aufsetzen und schreien: “Los geht’s, der Wettkampf hat endgültig begonnen”. Dem Schreiberling blieb nichts anders mehr übrig, als sich ebenfalls auf den Weg zu machen, einen Weg der nun deutlich länger war. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Präsi mit seinem Barsch nicht mehr Führender sein kann, handelte es sich nun bei den gefangenen Fischen um Forellen.
Um ca 14 h war dann die ganze Sippe am neuen Platz in Kampfstellung, es wurde geschleudert was das Zeugs hielt, und es wurde gefeiert: Eine Forelle nach der anderen wurde verhaftet. Das Tagessoll mit 12 prächtigen Farios war überwältigend. Der Vize-Präsi führte die Meisterschaft nach Tag 1 an mit einer wunderbar gefärbten Bachforelle von 40cm. Dies, so war sich der Trupp einig, sei eine starke Leistung und wohl nur schwer übertreffbar am Tag 2. Der eine oder andere machte sich aber trotzdem Hoffnung, den Vize noch vom Thron stürzen zu können.
Der Abend fand seinen Ausklang mit einem perfekten Nachtessen (Fondue Chinoise), ein paar Bieren, feinem Rotwein und Dessert. Immer wieder wurden die prächtigen Fänge diskutiert, umso mehr sich herausstellte, dass die ebenfalls im Hotel einquartierten Profifischer bei weitem nicht diese Ausbeute ausweisen konnten. Im Anschluss ans Nachtessen wurde noch eine Sitzung abgehalten, wo das Vereinsleben diskutiert und die Jubiläumsreise geplant wurde. Noch einen Satz zum Wetter, zwar neblig, aber nicht zu kalt und vor allem kein Regen.
Der Tag 2 begann schon früh, um 06:00 h wollten die Jungs den guten Platz vom Vorabend sichern und weitere Forellenbeute machen. Dies gelang ordentlich wurden doch bis 09:00h, wo der Hauptharst sich dem Frühstück zu wand, weitere 4 Forellen erlegt. Der heisse Sommertag auf der Melchsee-Frutt brachte im Tagesverlauf nun mehr Sonnenbrände als Forellen, immerhin gingen noch zwei weitere an den Haken sowie ein Barsch.
Die Rückreise starte auf der Frutt gegen 15:00h und endete bei einem feinen Güggeli-Plausch in der Gartenbeiz des Restaurant Litzi.
Im Folgenden noch ein paar Daten und Fakten zum Wettkampf:
7 Forellen: Thomas Tardy
3 Forellen: Lars Zimmermann
3 Forellen: Thomas Abt
2 Forellen: Andi Trinkner
1 Forelle: Michael Dähler
1 Forelle: Hubi Annen
1 Forelle: Stefan Abt
Des weitern: 2 Barsche
Der Pokal für den grössten Fisch im Jahr 2009 ging an Lars Zimmermann mit einer 40ger Bachforelle. Herzliche Gratulation.
Der Event 2009 geht also als Rekord in jederlei Hinsicht in die Geschichtsbücher der Würmlitaucher ein. Auch wenn der eine oder andere Wettstreiter am Sonntag Abend recht müde dreinschaute, so freute sich ein jeder schon auf den nächsten Vereinswettkampf, der dann im Jahre 2010 von Statten geht, dann bereits zum 5. Mal, deshalb steht ja auch die Jubiläumsreise in eine Europäische Stadt an.
An dieser Stelle sei nochmals allen gedankt, die in irgendeiner Form zu diesem prächtigen Weekend beigetragen haben. Und schon jetzt: auf ein Neues im 2010.
Bilder findet ihr in unserer Galerie.