Vereinsmeisterschaft 2016
Die diesjährige Vereinsmeisterschaft auf dem Oberalppass brachte neben viel Fisch mit Andi einen altbekannten und äusserst stolzen Sieger.
Zur diesjährigen Vereinsmeisterschaft traf sich die Würmlitaucherschar bereits am Freitagabend. Zum ersten Mal wurde nämlich zwei Mal genächtigt. Nach dem obligaten Einkauf im Nachbarkanton, wo neben viel Bier und Fleisch auch ein ganzer Sack Äpfel sowie viel Apfelsaft und Studentenfutter eingekauft wurde (neuerdings sind anscheinend auch Vegis/Veganer am Start). Vielleicht wird künftig im Voraus eine einigermassen verlässliche, wie auch sinnvolle Einkaufsliste erstellt. Im Anschluss fuhr der Tross direkt die Seehütte an, wo neben den Lebensmitteln auch sämtliches Wettkampfmaterial eingebuchtet wurde. Vor der Hütte, bei langsam sinkender Sonne, gab’s dann das obligate Apéro-Bier. Im Anschluss erfolgte der Zimmerbezug und Nachtessen auf der Passhöhe.
Gegen 7 Uhr am Samstagmorgen fanden sich die ersten Wettkämpfer – schliesslich war ja Wettkampftag 2016 – zum Frühstück ein. Im Frühstücksraum lag ein Dunst des Misstrauens. Man würdigte sich zwar des Blickes und gab auch Antwort, aber eher nachdem Motto viel Reden und doch nichts sagen. Kurzes Anstehen in der Reihe vor dem Patentausgabeschalter trieb dann auch dem letzten Wettstreiter noch das notwendige Adrenalin in die Adern. Pünktlich um 8.00h wurde der Wettkampf gestartet. Schnell konnten erste Fänge bei der Messstation vorgezeigt werden. Zwischenzeitlich lag die Messlatte bei 32 cm. Nach und nach kamen auch die allerletzten Kämpfer in der Fischerarena an und versuchten Ihr Glück. Neben Tebo- und Bienenmaden sollte vor allem der Forellenteig von Lars den grossen Tageserfolg bringen. Bei einem weiteren Biss auf Zimmis Grundrute wurde Andi regelrecht zum Drill verdonnert und siehe da: Bestmarke mit 35cm, welche bis Wettkampfschluss nicht mehr überboten werden sollte. Gegen Mittag wurde dann die Räucherhöhle oder besser gesagt die Feuerstelle ohne Rauchabzug in Beschlag genommen. Letzte Fänge wurden noch bei einsetzendem Regen vermeldet und gegen 14h war dann Schluss. Andi fiel nun definitiv ein grosser Stein vom Herzen. Endlich, nach mehreren erfolglosen Anläufen hat er es nach 2006 wiederum geschafft den heissbegehrten Pokal zu gewinnen. Alle Teilnehmer waren sich in einem Punkt einig: wenn sich einer für diesen Erfolg ausgekotzt hat, dann nur der Andi. Bei genauem Hinsehen sah man sogar die vor überschwänglicher Freude leicht geröteten und feuchten Augen. Böse Zungen behaupten es war der Rauch, der Schreiberling ist sich aber sicher, das war die Freude pur die diesen Fels von einem Mann buchstäblich übermannt hat. Man spürte zudem umgehend seine immense Vorfreude auf Sonntagabend, wo er dann voller Stolz dem weiblichen Familienanhang den hart erkämpften Pokal zeigen konnte, welcher nun gemäss mündlicher Statuten während eines ganzen Jahres die Wohnstube verschönern wird. Allein bei dieser Vorstellung wird sich nun der eine oder andere Teilnehmer ins eigene Hinterteil beissen nicht doch besser gefischt zu haben. Hier sei erwähnt: der nächste Wettkampf wird kommen und nützt die Winterpause für Wurftraining, der eine oder andere hat definitiv noch Luft nach oben was die Auswürfe betrifft (nein keine Senkrechtwürfe!).
Beim Nachtessen erfolgte dann die Pokalübergabe durch den Präsidenten, im Hintergrund ertönte die Hymne, die Fahne wurde hochgezogen, das olympische Feuer loderte (Dank an Christoph fürs Anzünden der Tischkerze), kurzum der Festsaal war ergriffen… Der grosse Gewinner zeigte sich anschliessend den Fotographen, man beachte in der Fotogallery auch den grossen Verlierer Ralph, dem wohl schon jetzt nach Revanche ist – seine Heimkehr zu den wartenden weiblichen Familienangehörigen war wohl nicht ganz so angenehm wie bei Andi.
Der Sonntag wurde dann nochmals intensiv zum Fischen genutzt, oder aber zum Verbessern der eigenen Filetierkünste. Wettertechnisch konnte sich niemand beklagen, gab definitiv schon deutlich schlechtere Wettkampfbedingungen. Zu erwähnen gilt auch der Gastfischer, der sich zwar das Recht rausnahm, die teure Vereinskluft nicht anzurühren (sich dafür aber eines Abends in der Garderobe gröber vergriff… ) jedoch offerierte er den Schlusstrunk, was hier gehörig verdankt sei.
Wie üblich endete die grosse Fisch-Verteilete auf dem Parkplatz fast in einem Handgemenge. Es ist ja lobenswert, dass die Mitglieder von Natur aus so sozial sind und das GEBEN über das NEHMEN stellen, aber bitte Freunde, nächstes Jahr wird beherzt zugegriffen, wenn die Verteilung ansteht.
Ein perfekter Vereinsevent 2016 fand ein schönes Ende bei angenehmen Temperaturen und strahlender Sonne, herzlichen Dank nochmals an alle für ihr Mitwirken.
Im Folgenden noch die Daten und Fakten zum Wettkampf 2016 Sieger 2016 (längster Fisch): Andi Trinkner mit einer 35 cm langen Regenbogen-Forelle . Infolge der so üppigen Fänge durch die Teilnehmer wird auf eine detaillierte Auflistung verzichtet. Total wurden an den beiden Tagen 90 Forellen gefangen. VOLLPACKUNG AND NEW REKORD!
Bilder findet ihr in unserer Galerie.